Der
Markt für Bekleidung ist mit einem Volumen von mehr als 2,4 Billionen US-Dollar
das wichtigste Non-Food-Segment im europäischen Einzelhandel.

Die globale Modeindustrie hat zwischen
2005 und 2015 mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 5,5 % Prozent eine
der Erfolgsgeschichten des Jahrzehnts geschrieben. Jedoch war 2016 eines der härtesten Jahre für die globale Modebranche.  Mit nur 2,5 % Umsatzwachstum hat der
Modemarkt das schwächste Ergebnis seit der Finanzkrise gezeigt.Der Grafik zeigt 2015-2016
zu realen Wechselkursen und nominalen Netto-Verbrauchsteuern. Die Prognosen für
2017 und 2018 wurden mit der Annahme von festen Wechselkursen für 2016 gemacht.

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Für die nächsten Jahre sind die
Prognosen besser, aber mit maximal 3,5% liegt das Wachstum immer noch unter dem
Niveau früherer Jahre.

Nicht alle Marktteilnehmer
partizipieren jedoch gleichermaßen am Aufschwung. Die
eindeutigen Gewinner der Konjunktur sind die Modeketten unterhalb der
Luxussparte und oberhalb des Discountsegment. 2

 

Wirtschaftliche
Daten- Europa

 

·      Der Umsatz des Bekleidungsmarkts beträgt 2017 zirka
340.030 Mio. €.

·      Laut Prognose wird im Jahr 2021 ein Marktvolumen von
367.361 Mio. € erreicht sein.

·      Dies entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 2,0%.

·      Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl werden in diesem
Markt im Jahr 2017 etwa 651,11€ pro Kopf erlöst 3

 

Herausforderungen und Konsumtrends

 

In der Studie, die
McKinsey in Zusammenarbeit mit den Experten der Mode-Website Business of
Fashion (BoF) publiziert hat, haben die Topmanager und Modeindustrieexperten
die heutige Lage der Modeindustrie mit folgenden drei Wörter gekennzeichnet:
„unsicher, wandelnd und herausfordernd”.

Soziale und wirtschaftliche
Veränderungen haben die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Mode
maßgeblich verändert.

Die globale Ökonomie
ist von erheblich mehr Schwankungen und Risiken geprägt als bislang.

Volatilität ist der ständige Begleiter der heutigen Wirtschaft. Grundsätzlich soll man heutzutage davon ausgehen,
dass die Mode eine Wette ist. Niemand kann genau einschätzen, welche Produkte
am Ende des Tages Erfolg haben werden.

Die Modeketten müssen in einer Welt operieren,
wo die verlässliche Planung auch für kurzen Planungshorizont immer schwieriger
wird.  Das Verhalten von Kunden
war nie schwerer vorherzusagen als heute.

Deswegen ist die Sortimentsplanung durch
eine hohe Komplexität geprägt und die Entscheidung wird wegen der hohen
Unsicherheit immer schwerer: die geringe Rationalität der Kaufentscheidung,
immer kürzer werdende Produktlebenszyklen und die zunehmende Wettbewerb stellen
große Herausforderungen dar. Die Artikelzahl und die Vielfalt der Waren führen
auch  zu einem erhöhten Kontrollbedarf.

Seit Jahren besteht ein Tendenz zur
erhöhten Innovationstätigkeit: bei einigen Unternehmen werden bis zu 12
Kollektionen pro Jahr vorgestellt. Dabei wird eine bessere Kundenorientierung
als Ziel gesetzt.

Es bringt aber einen erhöhten
Koordinationsaufwand mit sich: innerhalb kürzester Zeit müssen Unternehmen mehr
Output leisten. Die ganze Ablauforganisation der Modeunternehmen wird durch diese Zyklen
beeinflusst.

 

Im
Weiteren stellt die ständige Nachfrage nach technischen Innovationen
Modeunternehmen vor neue Herausforderungen. Das Internet und die digitale Transformation sind
entscheidende Faktoren bei der Kaufentscheidung geworden.

Das Kaufverhalten
wurde durch neue Technologien radikal umgestaltet: die Medien üben mit ihrem
unendlich reichenden Angebot an Informationsquellen einen großen Einfluss
auf  die Konsumenten. Internet ermöglicht
den Kunden sich vielseitig zu informieren, individuell inspirieren lassen und
die Befriedigung von weiteren altbekannten Bedürfnisse.

Die sozialen Netzwerke
bilden für die Kommunikation und Meinungsaustausch eine gute Basis: der Anteil
der Leute, die die soziale Netzwerke regelmäßig für Kommunikation benutzen
wächst immer stärker. Daraus folgt, dass die Kunden  heutzutage einen stärkeren Einfluss auf die
Entwicklung und Gestaltung von Produkten ausüben können. Die Meinungen anderer
Verbraucher beeinflussen die Kaufentscheidung intensiv.  Das Marketing hat sich dadurch auch grundlegend
geändert: das
Onlinemarketing ist stark im Aufwind.

Die nonstop online und
topinformierten Konsumenten stellen dabei hohe Ansprüche. Sie erwarten
personalisierte Angebote und Shopping rund im die Uhr.

In Bezug auf das
Kaufverhalten zeigt die heutige Gesellschaft eher die Bereitschaft Gewohnheiten
aufzugeben, und Neuigkeiten zu adoptieren. Ihre Kaufentscheidung ist nicht mehr von
Loyalität bestimmt: die sozialen Netzwerke erleichtern das Beste von allen
Shops und Sortimenten auszuwählen.  Die
Kaufentscheidung ist immer durch die bestmögliche Erfüllung der aktuellen
Erwartungen bestimmt.

Das Kaufverhalten hat
sich grundsätzlich verändert: heute sind kurze Wartezeiten und Flexibilität
wichtiger Kriterien als eine nette Bedienung im Geschäft. Der traditionelle
Verhaltensmuster, die vom Erstkontakt über den Kauf bis hin zur Loyalität
geführt hat,  ist schon die Vergangenheit.

Die Medien „pushen”
die Modebilder, und dadurch kann sich der Konsument ein genaues Bild machen,
was man für sich kaufen will, und wie man die Stücke kombinieren soll. Die weltweit
vernetzte Plattform hilft den Kunden einen Überblick zu schaffen und ermöglicht
den Zugang zu den neuesten Trends. Um interessant und attraktiv zu bleiben,
müssen die Modeketten fortlaufend ihre modischen Neuheiten präsentieren. 

 

Die Schockwellen kamen
aber nicht nur von außen: Es wurde nicht nur das Kaufverhalten umgestaltet. Modefirmen
haben ihre Kernoperationen und ihr gesamtes System neu gestaltet, nachhaltige
Innovationen in den Prozessen und Design integriert, um auf den neuen Trends
und verkürzten Produktlebenszyklen rasch reagieren zu können. Anbieter sind bestrebt, über
innovative Produkte am Aufschwung des Modemarktes zu partizipieren.

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